Stand: 11.06.2026
Stand: 11.06.2026
Projektanlass und Ziel
Nicht alle Abfälle können und dürfen stofflich oder energetisch verwertet werden. Für mineralische Restabfälle braucht es Deponien, die eine sichere Einlagerung zum Schutz von Mensch und Umwelt ermöglichen.
Da die bisher mitgenutzten Kapazitäten im Enzkreis in absehbarer Zeit erschöpft sind, muss der Landkreis Karlsruhe eigene Beseitigungskapazitäten schaffen. Eine Deponie der Klasse II soll die Entsorgung mineralischer Restabfälle langfristig sicherstellen. Die Standortsuche ist mittlerweile abgeschlossen. Nach einer fachlichen Prüfung anhand objektiver Kriterien wurde der Standort an der ehemaligen Hausmülldeponie Bruchsal empfohlen.
Mit dem Abschluss der Standortsuche beginnt die nächste Projektphase: die konkrete Planung. In dieser Phase werden die technischen, rechtlichen, umweltfachlichen und organisatorischen Grundlagen weiter ausgearbeitet und detailliert geprüft. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie eine Deponie an diesem Standort sicher geplant, genehmigt, gebaut, betrieben und langfristig überwacht werden kann.
Transparenz und die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger spielen dabei eine zenrale Rolle. Auf dieser Website informieren wir über den aktuellen Stand, die nächsten Schritte sowie über zentrale Fragen zu Standort, Sicherheit, Umwelt, Technik und Nachsorge der Hausmülldeponie Bruchsal.
Nicht alle Abfälle können und dürfen stofflich oder energetisch verwertet werden. Für mineralische Restabfälle braucht es Deponien, die eine sichere Einlagerung zum Schutz von Mensch und Umwelt ermöglichen.
Da die bisher mitgenutzten Kapazitäten im Enzkreis in absehbarer Zeit erschöpft sind, muss der Landkreis Karlsruhe eigene Beseitigungskapazitäten schaffen. Eine Deponie der Klasse II soll die Entsorgung mineralischer Restabfälle langfristig sicherstellen. Die Standortsuche ist mittlerweile abgeschlossen. Nach einer fachlichen Prüfung anhand objektiver Kriterien wurde der Standort an der ehemaligen Hausmülldeponie Bruchsal empfohlen.
Mit dem Abschluss der Standortsuche beginnt die nächste Projektphase: die konkrete Planung. In dieser Phase werden die technischen, rechtlichen, umweltfachlichen und organisatorischen Grundlagen weiter ausgearbeitet und detailliert geprüft. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie eine Deponie an diesem Standort sicher geplant, genehmigt, gebaut, betrieben und langfristig überwacht werden kann.
Transparenz und die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger spielen dabei eine zenrale Rolle. Auf dieser Website informieren wir über den aktuellen Stand, die nächsten Schritte sowie über zentrale Fragen zu Standort, Sicherheit, Umwelt, Technik und Nachsorge der Hausmülldeponie Bruchsal.
Aktuelle Informationen
Die wichtigsten Fragen und Antworten
Status
Status
Der Standort Bruchsal hat sich im Vergleich der untersuchten Flächen als am besten geeignet erwiesen. Bewertet wurden unter anderem Umwelt, Wasser, Geologie, Verkehr, Abstand zu Wohngebieten sowie Natur- und Artenschutz. Laut Ergebnis ist keine andere Fläche besser geeignet. Der bereits deponiegeprägte Standort hat zudem den Vorteile, dass für die Schaffung neuer Beseitigungskapazitäten keine neuen zusätzlichen Flächen in Anspruch genommen werden müssen.
In der Planungsphase wird geprüft, wie eine Deponie am Standort Bruchsal sicher geplant, genehmigt, gebaut, betrieben und langfristig überwacht werden kann. Dazu werden unter anderem Grundwasser, Boden, Technik, Umwelt, Verkehr, Betrieb und Nachsorge untersucht.
Die nächsten Schritte im Überblick:
Umwelt und Sicherheit
Umwelt und Sicherheit
Der Schutz der Umwelt hat bei einer Deponie der Klasse II höchste Priorität. Deshalb verfügt sie über eine mehrstufige Basisabdichtung aus mineralischen Schichten und Kunststoffdichtungsbahnen. Dieses System verhindert, dass Stoffe aus dem Deponiekörper in den Boden oder ins Grundwasser gelangen.
Zusätzlich wird anfallendes Wasser über eine Sickerwasserdränage gezielt erfasst und in eine Sickerwasserbehandlungsanlage abgeleitet. Dort wird es kontrolliert behandelt, bevor es weitergeführt werden kann.
Ein weiterer wichtiger Baustein ist das regelmäßige Monitoring der Grundwasserpegel und der Grundwasserqualität. So wird laufend überprüft, dass die Schutzsysteme wirksam funktionieren. Grundlage für Planung, Bau und Betrieb sind die strengen gesetzlichen Vorgaben der Deponieverordnung (DepV). Sie regeln verbindlich, wie Boden, Wasser, Tiere, Umwelt und Menschen geschützt werden müssen.
Heutige Deponien sind keine einfachen Ablagerungsflächen, sondern komplexe technische Bauwerke mit hohen Sicherheitsanforderungen. Sie verfügen über moderne Abdichtungssysteme und eine hochwertige Sickerwasserfassung. Ebenso gehören behördliche Kontrollen und ein aussagekräftiges Monitoring zu den Auflagen, die zu erfüllen sind. Unbehandelte Siedlungsabfälle, Sperrabfall oder Kunststoffe werden in Deutschland schon lange nicht mehr auf Deponien abgelagert. Eine Deponie der Klasse II verfügt unter anderem über eine geologische Barriere, doppelte Basisabdichtung, Kunststoffdichtungsbahn, Sickerwasserfassung, Sickerwasserbehandlung, Oberflächenabdichtung und dauerhaftes Monitoring.
Welche Abfälle auf einer Deponie angenommen werden dürfen, ist in der Deponieverordnung streng geregelt. Für jede Deponieklasse gelten eigene Grenzwerte und Annahmekriterien. Eine Deponie der Klasse II darf deshalb nur Abfälle aufnehmen, die für diese Deponieklasse zugelassen sind. Wie die Annahme abläuft, ist ebenfalls streng geregelt.
Bevor ein Abfall abgelagert werden darf, muss nachgewiesen werden, was darin enthalten ist und ob die vorgeschriebenen Grenzwerte eingehalten werden. Dazu gehören Analysen, Nachweise und Dokumentationen. Auch bei der Anlieferung wird kontrolliert, ob der Abfall mit den vorgelegten Unterlagen übereinstimmt.
Erfüllt ein Abfall die Anforderungen der Deponieverordnung nicht, darf er nicht abgelagert werden. Zusätzlich wird der Deponiebetrieb von den zuständigen Behörden überwacht. So wird sichergestellt, dass nur zugelassene und geprüfte Abfälle auf die Deponie gelangen.
Die ehemalige Hausmülldeponie bleibt ein eigener Bestandteil des Standorts und wird in der Planung berücksichtigt. Die geplante neue Deponie wird als neues separates technisches Bauwerk nach heutigen Anforderungen geplant. Alte und neue Deponie müssen fachlich getrennt betrachtet werden.
Freigemessene Abfälle sind Stoffe aus kerntechnischen Anlagen, deren Radioaktivität so gering ist, dass sie als unbedenklich gelten. Sie durchlaufen ein strenges behördliches Prüfprogramm und müssen die vorgegebenen Grenzwerte aus der Strahlenschutzverordnung einhalten. Unabhängige Sachverständige der Atomaufsicht in Deutschland überwachen den Vorgang des Freimessens lückenlos. Im Rahmen der Freimessung werden diese Abfälle, sofern nicht zur Verwertung geeignet, explizit zur Beseitigung auf einer Deponie freigegeben.
Betroffenheit und Information
Betroffenheit und Information
Das Landschaftsbild wird sich durch die geplante Deponie verändern. Wie stark die Veränderung wahrgenommen wird, hängt vom jeweiligen Blickpunkt und von der konkreten Planung ab. Deshalb sollen Höhenentwicklung, Sichtbeziehungen und spätere Rekultivierung im weiteren Verfahren anschaulich dargestellt werden.
Einen ersten Eindruck über die mögliche Lage und Höhe einer neuen Deponie auf dem bestehenden Deponiekörper finden Sie auf unserer Themenseite Standortsuche und Planungsphase.
Die Bürgerinnen und Bürger werden über diese Website deponie2.de weiter informiert. Hier werden der aktuelle Projektstand, nächste Schritte, Veranstaltungen, Projekttagebuch und Antworten auf häufige Fragen fortlaufend aktualisiert.
Was bisher passiert ist
Ansprechpartnerin
Carol Adam
Geschäftsführerin des Abfallwirtschaftsbetriebs
Tel. 0 72 51/98 20 0
E-Mail: deponie2@awb.landratsamt-karlsruhe.de