Grundwasser und Trinkwasser schützen
Der Schutz von Boden, Grundwasser und Trinkwasser gehört zu den wichtigsten Aufgaben bei Planung, Bau, Betrieb und Nachsorge einer Deponie. Moderne Deponien werden deshalb mit mehreren technischen Schutzsystemen geplant. Dieses wird als „Multibarrierensystem“ bezeichnet, da es aus mehreren technischen Schutzschichten besteht.
Dazu gehören eine Abdichtung nach unten (Basisbdichtung), eine spätere Abdichtung nach oben, die getrennte Sammlung von Sickerwasser und Oberflächenwasser sowie ein regelmäßiges Kontroll- und Überwachungsprogramm. Eine wichtige Rolle spielen dabei Grundwassermessstellen rund um die Deponie. An ihnen wird geprüft, ob sich Grundwasserstand oder Grundwasserqualität verändern.
Alle Informationen zum Thema:
Der Schutz von Boden, Grundwasser und Trinkwasser gehört zu den wichtigsten Aufgaben bei Planung, Bau, Betrieb und Nachsorge einer Deponie. Moderne Deponien werden deshalb mit mehreren technischen Schutzsystemen geplant. Dieses wird als „Multibarrierensystem“ bezeichnet, da es aus mehreren technischen Schutzschichten besteht.
Dazu gehören eine Abdichtung nach unten (Basisbdichtung), eine spätere Abdichtung nach oben, die getrennte Sammlung von Sickerwasser und Oberflächenwasser sowie ein regelmäßiges Kontroll- und Überwachungsprogramm. Eine wichtige Rolle spielen dabei Grundwassermessstellen rund um die Deponie. An ihnen wird geprüft, ob sich Grundwasserstand oder Grundwasserqualität verändern.
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Das Multibarrierensystem: Abdichtung nach oben und unten
- Abdichtung nach unten:
Die Basisabdichtung liegt unter dem Deponiekörper. Sie schützt den Untergrund und das Grundwasser. Das Abdichtungssystem besteht aus mehreren Schichten (gemäß Deponieverordnung): mineralische mehrlagige Dichtungsschichten, Kunststoffdichtungsbahn, Schutzschichten und eine darüberliegende Entwässerungsschicht. In dieser Entwässerungsschicht liegen Sickerrohre. Sie sammeln Sickerwasser, das im Deponiekörper entsteht, und leiten es kontrolliert ab.
- Abdichtung nach oben:
Die Oberflächenabdichtung soll verhindern, dass Regenwasser in den Deponiekörper eindringt. Denn je weniger Regenwasser eindringt, desto weniger Sickerwasser kann entstehen. Die Oberflächenabdichtung besteht ebenfalls aus mehreren Schichten. Dazu gehören unter anderem eine Rekultivierungsschicht mit Bewuchs, Entwässerungsschichten, Schutzschichten, eine Kunststoffdichtungsbahn und mehrlagige mineralische Dichtungsschichten.
- Abdichtung nach unten:
Die Basisabdichtung liegt unter dem Deponiekörper. Sie schützt den Untergrund und das Grundwasser. Das Abdichtungssystem besteht aus mehreren Schichten (gemäß Deponieverordnung): mineralische mehrlagige Dichtungsschichten, Kunststoffdichtungsbahn, Schutzschichten und eine darüberliegende Entwässerungsschicht. In dieser Entwässerungsschicht liegen Sickerrohre. Sie sammeln Sickerwasser, das im Deponiekörper entsteht, und leiten es kontrolliert ab.
- Abdichtung nach oben:
Die Oberflächenabdichtung soll verhindern, dass Regenwasser in den Deponiekörper eindringt. Denn je weniger Regenwasser eindringt, desto weniger Sickerwasser kann entstehen. Die Oberflächenabdichtung besteht ebenfalls aus mehreren Schichten. Dazu gehören unter anderem eine Rekultivierungsschicht mit Bewuchs, Entwässerungsschichten, Schutzschichten, eine Kunststoffdichtungsbahn und mehrlagige mineralische Dichtungsschichten.
Sickerwasser und Oberflächenwasser werden getrennt gesammelt
Während des Betriebs kann in offenen Bauabschnitten Sickerwasser entstehen. Das passiert, wenn Niederschlag auf noch nicht endgültig abgedichtete Deponieflächen trifft.Dieses Wasser wird nicht in den Boden geleitet. Es wird oberhalb der Basisabdichtung gesammelt, über Entwässerungsschichten und Sickerwasserrohre erfasst und über Sammelleitungen zu Sammelschächten geleitet. Von dort wird es kontrolliert abgeleitet und bei Bedarf einer Behandlungsanlage zugeführt. Das unbelastete Regenwasser (Oberflächenwasser) von abgedichteten Flächen wird getrennt davon erfasst.
Während des Betriebs kann in offenen Bauabschnitten Sickerwasser entstehen. Das passiert, wenn Niederschlag auf noch nicht endgültig abgedichtete Deponieflächen trifft.Dieses Wasser wird nicht in den Boden geleitet. Es wird oberhalb der Basisabdichtung gesammelt, über Entwässerungsschichten und Sickerwasserrohre erfasst und über Sammelleitungen zu Sammelschächten geleitet. Von dort wird es kontrolliert abgeleitet und bei Bedarf einer Behandlungsanlage zugeführt. Das unbelastete Regenwasser (Oberflächenwasser) von abgedichteten Flächen wird getrennt davon erfasst.
Grundwassermessstellen: Kontrolle rund um die Deponie
Rund um die Deponie werden Grundwassermessstellen eingerichtet. An ihnen können Fachleute regelmäßig Proben nehmen und den Grundwasserstand messen.
Die Messstellen werden so angeordnet, dass Veränderungen erkannt werden können: im Bereich, aus dem Grundwasser zur Deponie hinfließt, und im Bereich, in den es von der Deponie wegfließt. So lässt sich vergleichen, ob sich die Wasserqualität verändert.
Rund um die Deponie werden Grundwassermessstellen eingerichtet. An ihnen können Fachleute regelmäßig Proben nehmen und den Grundwasserstand messen.
Die Messstellen werden so angeordnet, dass Veränderungen erkannt werden können: im Bereich, aus dem Grundwasser zur Deponie hinfließt, und im Bereich, in den es von der Deponie wegfließt. So lässt sich vergleichen, ob sich die Wasserqualität verändert.
Drei Wässer werden überwacht
Für Sickerwasser, Grundwasser und Oberflächenwasser gibt es behördlich festgelegte Überwachungs- und Analyseprogramme. Sie legen fest, wie oft Proben genommen werden und welche Werte untersucht werden. So können Veränderungen frühzeitig erkannt und bewertet werden. Die Entwicklung und die Ergebnisse zur Beschaffenheit der Wässer werden dokumentiert und regelmäßig den zuständigen Behörden zur Kontrolle vorgelegt.
Die Überwachung der Deponiewässer umfasst drei Bereiche:
- Sickerwasser
Es wird kontrolliert, wie viel Sickerwasser anfällt und welche Inhaltsstoffe darin enthalten sind. Auch das Sickerwasserfassungssystem wird regelmäßig überprüft, gereinigt und mit Kameras kontrolliert. - Grundwasser
Rund um die Deponie gibt es Grundwassermessstellen. Dort werden Grundwasserstand und Grundwasserqualität überwacht. - Oberflächenwasser
Auch Regenwasser, das auf abgedichteten Deponieflächen anfällt, wird erfasst und untersucht. Dabei werden Menge und Beschaffenheit kontrolliert.
Für Sickerwasser, Grundwasser und Oberflächenwasser gibt es behördlich festgelegte Überwachungs- und Analyseprogramme. Sie legen fest, wie oft Proben genommen werden und welche Werte untersucht werden. So können Veränderungen frühzeitig erkannt und bewertet werden. Die Entwicklung und die Ergebnisse zur Beschaffenheit der Wässer werden dokumentiert und regelmäßig den zuständigen Behörden zur Kontrolle vorgelegt.
Die Überwachung der Deponiewässer umfasst drei Bereiche:
- Sickerwasser
Es wird kontrolliert, wie viel Sickerwasser anfällt und welche Inhaltsstoffe darin enthalten sind. Auch das Sickerwasserfassungssystem wird regelmäßig überprüft, gereinigt und mit Kameras kontrolliert. - Grundwasser
Rund um die Deponie gibt es Grundwassermessstellen. Dort werden Grundwasserstand und Grundwasserqualität überwacht. - Oberflächenwasser
Auch Regenwasser, das auf abgedichteten Deponieflächen anfällt, wird erfasst und untersucht. Dabei werden Menge und Beschaffenheit kontrolliert.
Kontrolle der Leitungen und Anlagen
Nicht nur das Wasser selbst wird überwacht. Auch die technischen Anlagen werden regelmäßig geprüft. Dazu gehören Sickerwasser- und Sammelleitungen sowie Schächte. Die Leitungen werden mit Kameras befahren. So kann geprüft werden, ob sie frei und funktionsfähig sind. Schäden oder Ablagerungen können dadurch frühzeitig erkannt und behoben werden.
Nicht nur das Wasser selbst wird überwacht. Auch die technischen Anlagen werden regelmäßig geprüft. Dazu gehören Sickerwasser- und Sammelleitungen sowie Schächte. Die Leitungen werden mit Kameras befahren. So kann geprüft werden, ob sie frei und funktionsfähig sind. Schäden oder Ablagerungen können dadurch frühzeitig erkannt und behoben werden.
Sicherheit auch bei Starkregen
Auch Starkregen wird bei der Planung berücksichtigt. Regenrückhaltebecken für Oberflächenwasser und Stauraumkanäle für Sickerwasser können größere Wassermengen aufnehmen und das Kanalsystem entlasten. Dadurch kann Wasser auch bei starken Regenfällen kontrolliert gesammelt, zurückgehalten und gezielt abgeleitet werden.
Auch Starkregen wird bei der Planung berücksichtigt. Regenrückhaltebecken für Oberflächenwasser und Stauraumkanäle für Sickerwasser können größere Wassermengen aufnehmen und das Kanalsystem entlasten. Dadurch kann Wasser auch bei starken Regenfällen kontrolliert gesammelt, zurückgehalten und gezielt abgeleitet werden.
Überwachung durch Behörden
Die Sicherheit der Deponie ist ständig gegeben. Während des Betriebs und auch danach wird regelmäßig kontrolliert, gemessen und dokumentiert. Jahresberichte, technische Prüfungen und die regelmäßige Überwachung durch die zuständigen Behörden gehören zum Betrieb sowie zur Nachsorge dazu. So soll dauerhaft sichergestellt werden, dass Boden, Grundwasser und Trinkwasser geschützt bleiben.
Die Sicherheit der Deponie ist ständig gegeben. Während des Betriebs und auch danach wird regelmäßig kontrolliert, gemessen und dokumentiert. Jahresberichte, technische Prüfungen und die regelmäßige Überwachung durch die zuständigen Behörden gehören zum Betrieb sowie zur Nachsorge dazu. So soll dauerhaft sichergestellt werden, dass Boden, Grundwasser und Trinkwasser geschützt bleiben.